6 – Der Mythische Asopos

SKOTINI – TZIKIDES – CHRYSOLEONTISSA
5,8 km / 2 Stunden 30 Minuten (5 Stunden Hin- und Rückweg)
Schwierigkeitsgrad: leichte / mittelschwere Rout
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Einstieg:

Am Anfang von Pfad 6 gibt es keinen Wegweiser und keinen Startpfeil (wahrscheinlich gestohlen).

Der Weg beginnt links von der Skotini-Brücke.

 

Wie verwenden Sie eine GPX-Datei

Die Route folgt in östlicher Richtung, zunächst einer Schotterstraße und dem Bachbett von Skotini („Asopos“ in der Antike), einem Einzugsgebiet für die Wasservorräte der Insel, die seit jeher unter Wassermangel leidet. Der Bach, versehen mit natürlichen und künstlichen Böschungen speist den Grundwasserspiegel der Gegend. Früher gab es dort sogar eine Wassermühle. Das Quellgebiet ist das große Plateau im Zentrum von Ägina, d.h. das Gebiet vom Hl. Leontiou und dem Kloster Chrysoleontissa.

Wir gehen den Bach entlang, vorbei an der großen Eiche und dann unterhalb der Siedlung Freatsi (Etymologie: φρέαρ = Schacht/Quelle) durch. In diesem fruchtbaren Gebiet gab es eine Quelle, einen Dreschplatz und einen Kelter; das sind wesentliche Elemente für die Selbstversorgung der ländlichen Siedlungen früherer Zeiten. Hier endet der leichte Feldweg und die Route führt auf einem Pfad weiter.

Wir überqueren das Bachbett. Das Gebiet ist intensiv bewachsen und zeichnet sich durch eine große Artenvielfalt aus. Wir finden dort hohe Sträucher und Bäume wie Wildbirnen / Pyrus, Wacholder / Juniperus, Kermeseichen / Quercus coccifera und Wilden Mastix / Pistacia lentiscus, die von Kletterpflanzen wie der immergrünen Clematis / Clematis cirrhosa und der Rauhen Stechwinde / Smilax aspera überwuchert werden.
Wir genießen den Duft von Sträuchern wie wildem Lavendel (Lavandula stoechas), Thymian (Thymus capitatus), Kraut der Jungfrau – Magenkraut (Teucrium polium) und Zistrosen(Cistus). Mit etwas Glück können wir sogar wilde Orchideen, wilde Hyazinthen und Iris bewundern. Das Vorhandensein großer Greifvögel (Adlerbussarde) zeugt vom ökologischen Gleichgewicht des Gebiets.

Die Route führt in südwestlicher Richtung weiter und bietet einen atemberaubenden Panoramablick auf den Hafen und den Saronischen Golf. Sie führt am Rand der Siedlung Tzikides vorbei, zunächst auf eine Schotterstraße und wird bald zu einem bergauf führenden Pfad, der uns zuerst zum großen Dreschplatz mit einem Durchmesser von 20 m und dann zum Kloster von Chrysoleontissa führt.

Das Kloster gleicht einer Festung mit einem Wehrturm mit Schießscharten (1601) und in der Mitte des Innenhofs befindet sich die später erbaute Kirche (1808) mit einer holzgeschnitzten Ikonostase und der silbernen Ikone der Chrysoleontissa